Stiftungsportrait

Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen

1729 ließ die Frankfurter Familie von Holzhausen an Stelle der „Oed“ nach Plänen von Louis Remy de la Fosse ein barockes Wasserschloss errichten. Adolph von Holzhausen bestimmte 1904 in seinem Testament: „Es ist mein Wunsch, daß das historische Oedschlösschen nebst Umgebung in einem seiner Vergangenheit entsprechenden Zustande erhalten bleibt.(...)  Die Benutzung soll zu Zwecken eines Museums, z. B. eines Frankfurter Geschichte betreffenden… gestattet sein.“ Anknüpfend an dieses Testament fanden sich Frankfurter Bürger und Institutionen zur Gründung der Frankfurter Bürgerstiftung 1989 zusammen und machten die Sanierung des verfallenen Holzhausenschlösschens zu Ihrem ersten Projekt. Weitere Ziele der Stiftungsarbeit sind es, die lange und facettenreiche Geschichte tätigen Bürgersinns wieder bewußt zu machen und diese Tradition neu zu beleben. Die Frankfurter Bürgerstiftung verfolgt beispielsweise dieFörderung und Durchführung von jährlich über 300 kulturellen Veranstaltungen (Konzerte, Vorträge, Lesungen, Ausstellungen, Kinderveranstaltungen), die Erforschung der Geschichte der Stadt Frankfurt am Main, die Vergabe von entsprechenden Forschungsaufträgen, regelmäßige Publikationen und die Arbeit im Frankfurter Denkmalschutz.

Die Frankfurter Bürgerstiftung hat sich zu einem wichtigen Kulturort Frankfurts entwickelt. Knapp 2000 Freunde und Förderer unterstützen die Stiftungsarbeit mit kleinen und großen Spenden. Ein Stiftungskapital ist im kontinuierlichen Aufbau. Die Bürgerstiftung stiftet zum Stiften an und geht mit gutem Beispiel voran. Dabei wird unter »Stiften« nicht allein das Geben von Gut und Geld verstanden, sondern ebenso das Einbringen von Ideen, weitblickendem Unternehmergeist, Zeit, sozialem Engagement; kurzum  – alle privaten Initiativen, die Stadtkultur prägen. Die Stiftung arbeitet ohne städtische Subventionen.