„Bin ich ein Mensch? Ein Wald? Ein Tier? […] Ich bin und war und werde sein Klabund.“<br>Ein Klabund-Abend mit Edgar M. Böhlke (Rezitation) und Beate Jatzkowski (Akkordeon)

„Bin ich ein Mensch? Ein Wald? Ein Tier? […] Ich bin und war und werde sein Klabund.“
Ein Klabund-Abend mit Edgar M. Böhlke (Rezitation) und Beate Jatzkowski (Akkordeon)
Am Donnerstag, 3. November 2016, 19.30 Uhr
Edgar M. Böhlke © Hans-Jörg Michel

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Der deutsche Schriftsteller Klabund (Geburtsname Alfred Henschke) wurde 1890 in Crossen an der Oder geboren und starb 1928 in Davos. In rastloser Arbeit entstand ein sehr umfangreiches Werk des deutschen Expressionismus, bestehend aus Lyrik (u.a. beeinflusst von Francois Villon), Kurzgeschichten, Romanen, Dramen und Nachdichtungen fernöstlicher Lyrik.

Klabund war befreundet mit Gottfried Benn, der ihn als Arzt betreute und die berühmte, in die deutsche Literaturgeschichte eingegangene Totenrede für Klabund an seinem Grabe hielt.
Der Schauspieler Edgar M. Böhlke erinnert mit Rezitationen an den außergewöhnlichen Schriftsteller und wir dabei musikalisch von Beate Jatzkowski auf dem Akkordeon begleitet.
Edgar M. Böhlke studierte Theologie, Germanistik, Theaterwissenschaften und absolvierte in München eine Schauspielausbildung. Er war Ensemblemitglied der Wuppertaler Bühnen sowie am Schauspiel Düsseldorf und  Frankfurt am Main und arbeitete mit Regisseuren wie Ruth Berghaus, Luc Bondy, Jürgen Bosse, Rainer Werner Fassbinder, Hans Neuenfels, Peter Palitzsch, Claus Peymann, Peter Zadek zusammen. Gastengagements führten ihn als Galileo Galilei ans Residenztheater München, als Faust ans Ernst Deutsch Theater Hamburg, als Theiresias an das Deutsche Theater Berlin, als Bassa Selim an die Opéra de Lyon und die Opéra de Nice. Zudem wirkte er an zahlreichen Film-, Rundfunk- und Hörbuchproduktionen mit. Von 1987 bis 2005 war er als Professor für Schauspiel an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst tätig, seit zehn Spielzeiten gehört er zum Ensemble des Nationaltheaters Mannheim.
Beate Jatzkowski studierte Instrumentalpädagogik im Hauptfach bei Werner Kirschner an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt und ist seitdem als sehr erfolgreiche Instrumentallehrerin im rhein-Main-Gebiet tätig. So konnte sie bereits mehrfach Schüler zum Bundespreisträger bei „Jugenmusiziert“ führen. Als Akkordeonistin hat sie einen besonderen Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit Theaterensembles wie dem Theater Marburg, dem Autoren Theater und Gallus Theater Frankfurt und den Opern Frankfurt und Koblenz und zeichnet sich durch eine große stilistische Bandbreite besonders auf dem Gebiet der Neueren Musik aus.

Ernst Max von Grunelius-Stiftung (Förderer), Frankfurter Bürgerstiftung (Projektleitung)