Holzhausenkonzerte<br>Konzert mit Harriet Krijgh und Magda Amara

Holzhausenkonzerte
Konzert mit Harriet Krijgh und Magda Amara
Am Freitag, 9. Juni 2017, 19.30 Uhr
Harriet Krijgh

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Harriet Krijgh Violoncello
Magda Amara Klavier


Robert Schumann (1810 – 1849)
3 Romanzen op. 94 für Violoncello und Klavier
Frédéric Chopin (1810 – 1849)
Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 65
Sergej Rachmaninoff (1873 – 1943)
Élégie, op. 3 Nr. 1
Nikolai Miaskowsky (1881 – 1950)
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 op. 81
 
Die 24-jährige Niederländerin Harriet Krijgh ist eine der aufregendsten und vielversprechendsten jungen Cellistinnen der Gegenwart. Konzerte führten Harriet Krijgh in renommierte Säle, sie gastierte bei internationalen Festivals und debütierte erfolgreich mit zahlreichen Orchestern. Die Cellistin ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. Im Alter von fünf Jahren erhielt Krijgh ihren ersten Cellounterricht, nach ersten Studien an der Hochschule für Musik Utrecht verlegte sie 2004 ihren Lebensmittelpunkt nach Wien, um bei an der Konservatorium Wien Privatuniversität Cello zu studieren. Die Künstlerin spielt auf einem Violoncello von Giovanni Paolo Maggini aus dem Jahre 1620, das ihr von einem privaten Sammler zur Verfügung gestellt wird. Als Solistin und als eine der gefragtesten Kammermusikpartnerinnen ist die Pianistin Magda Amara Gast renommierter Konzerthäuser. Ihre Engagements führten sie an die wichtigsten europäischen Bühnen und darüber hinaus nach Russland und in die USA. Sie gastierte bei internationalen Festivals und arbeitete erfolgreich mit zahlreichen Orchestern zusammen. Mit der niederländischen Cellistin Harriet Krijgh verbindet sie eine besonders enge musikalische Zusammenarbeit, aus der unter anderem die Einspielung von zwei CDs hervorging. Magda Amara wurde in Moskau geboren und graduierte dort am Staatlichen P.-I.-Tschaikowski-Konservatorium. Sie vervollständigte ihre Studien in Wien an der Universität für Musik und darstellende Kunst und ist Preisträgerin vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe.
 
Robert Schumanns Romanzen op. 94 waren ursprünglich für Oboe/Violine und Klavier komponiert und Schumann ließ kein Duo mit der sonst so geliebten Klarinette zu, wie es der Verleger anforderte. In einer Antwort an den Verleger Simrock in Bonn schrieb der Komponist, er hätte diese Stücke anders geschrieben, seien sie für Klarinette gedacht gewesen. Dennoch liegt heutigen Ausgaben von Schumanns op. 94 neben der Oboen- und Violinenstimme auch eine Stimme für Klarinette, Fagott bzw. Violoncello bei. Über seine Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 65 schrieb Frédéric Chopin in einem Brief an seine Familie: „Mit meiner Sonate für Violoncello bin ein einmal zufrieden, ein andermal nicht. Ich werfe sie in die Ecke, dann sammle ich sie wieder auf.“ Trotz der Zweifel, die Chopin während der Komposition 1846 befielen, sollte es zu einer Überarbeitung nicht mehr kommen. Kernstück der Sonate ist ihr Finale. In ihr herrscht eine besonders glückliche Klangbalance zwischen den beiden Instrumenten, sie ist voller Schwung und lässt drei prägnante Themen rondoartig Revue passieren. Rachmaninovs Elégie op. 3 Nr. 1 legt den Schluss nahe, dass der Komponist bereits als Neunzehnjähriger sämtliche Facetten der Wehmut erlebt hat, denn sehnsüchtiger und glühender kann Musik kaum sein. erkennbar. Mjaskowskis Sonate Nr. 2 op. 81 zählt zu jenen Stücken die bereits von der der melancholischen Tonsprache der späten Jahre geprägt sind, in denen der Komponist an Krebs erkrankte.
 
Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung (Förderer), Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung (Förderer) Frankfurter Bürgerstiftung (Projektleitung)