Mäzene, Stifter, Stadtkultur<br>Die Frankfurter Rathaustürme

Mäzene, Stifter, Stadtkultur
Die Frankfurter Rathaustürme
Am Mittwoch, 24. Januar 2018, 19.30 Uhr

Eintritt frei

Vortrag von Björn Wissenbach
Die Stadt Frankfurt hat nie den Ehrgeiz gehabt, mit einem großen Rathaus zu beeindrucken. Elf ehemalige Bürgerhäuser, darunter das Haus Zum Römer, genügten bis in das späte 19. Jahrhundert der Stadtverwaltung. Der wirtschaftliche Aufschwung und die Zunahme der Einwohnerzahl führten dazu, den alten Komplex um den Römer zu erweitern.  Den westlichen Abschluss des 1900 - 1904 im Stil der Neorenaissance errichteten „Neuen Rathauses“ bildeten zwei markante Türme, der nach dem Bürgermeister Franz Adickes genannte „Lange Franz“ und der „Kleine Cohn“. Als profane Wahrzeichen der Stadtregierung ergänzten sie im damaligen Panorama Frankfurts den aber auch weiterhin dominierenden Dom. Vorbild für den „Langen Franz“ war der bereits 1765 abgerissene Sachsenhäuser Brückenturm, für den „Kleinen Cohn“ das 1809 abgerissene mittelalterliche Haus Salmenstein, das ursprünglich in der Nähe des Ghettos stand.
Der Zweite Weltkrieg und der Wiederaufbau hinterließen ihre Spuren auch am Neuen Rathaus. Die Rathaustürme wurden gekürzt, auf ihre historisierenden Abschlüsse verzichtet. Wie wenig befriedigend das Ergebnis war und ist, zeigt sich darin, dass immer wieder die Rekonstruktion der Türme vorgeschlagen wird.
Björn Wissenbach, Architekt und Stadthistoriker ist sowohl mit der Geschichte des „Neuen Rathauses“ vertraut, wie auch mit den technischen Möglichkeiten einer Rekonstruktion der Rathaustürme.

Eintritt frei, begrenztes Platzangebot, keine Reservierungen möglich
Kooperationspartner: Frankfurter Bürgerstiftung, Freunde Frankfurts e.V.

Eintritt frei