Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen<br>„Gestern Abend in Frankfurt habe ich wie üblich auf meinem Zimmer gesessen, und das Essen war erstklassig“<br>Glenn Gould in Briefen und Musik

Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen
„Gestern Abend in Frankfurt habe ich wie üblich auf meinem Zimmer gesessen, und das Essen war erstklassig“
Glenn Gould in Briefen und Musik
Am Donnerstag, 8. November 2018, 19.30 Uhr

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Konzeption: Hanne Kulessa
Gelesen von Thomas Hupfer 

Pianist: Julius Asal


Die Kunst hat viele Exzentriker hervorgebracht, in der Musik ist Glenn Gould wohl einer der größten. Er wurde weltberühmt, nicht nur für sein Klavierspiel, sondern auch für seine exzentrische Lebensweise.  Und alles das, was ihn auszeichnete, war schon in der frühen Kindheit angelegt. Seine Goldfische hießen Bach, Beethoven, Haydn und Chopin, der Wellensittich Mozart, und die Kühe waren beim Singen sein liebstes Publikum. Das Kind, so Goulds Vater, habe nie geweint, der Sohn habe immer nur gesummt.


Mit 31 Jahren gab Gould das Konzertieren auf, er ertrug die Öffentlichkeit nicht mehr. Er arbeitete nur noch in Studios. Gould starb 50-jährig, am 4. Oktober 1982.


Der Schauspieler Thomas Hupfer liest aus Briefen, die Gould an Verehrer und Verehrerinnen, an Freunde, Freundinnen und Bekannte geschrieben hat. Der Schauspieler und Regisseur Thomas Hupfer, geboren in Altötting, absolvierte seine Schauspielausbildung am Schauspielhaus Salzburg. Er arbeitet heute mit Theatern in Fest- und Gastengagements zusammen und entwickelt mit freien Gruppen selbst Theater- und Lese-Projekte; er hat in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen gespielt und er ist Rundfunksprecher, zu hören in zahlreichen Hörspielen (aktuell im ARD Tatort „Paradise City“) und Features. 2014 wurde er mit dem Theaterpreis der Fränkischen Landeszeitung ausgezeichnet.

Der Pianist Julius Asal begleitet die Lesung am Klavier. Julius Asal, geboren 1997, konnte sich in den vergangenen Jahren durch diverse Konzertengagements und Wettbewerbserfolge als einer der herausragenden Pianisten seiner Generation etablieren.In der Wettbewerbsszene machte der Träger des  Steinway Preises vielfach auf sich aufmerksam; Ausgebildet wird Asal derzeit von Eldar Nebolsin an der renommierten Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Zu seinen früheren Lehrern in Frankfurt am Main zählen Oliver Kern und Wolfgang Hess. In seiner noch jungen Karriere traf er darüber hinaus auf Weltgrößen wie Anne-Sophie Mutter, Anne Queffélec, Sir András Schiff, Richard Goode und das Fauré Quartett, die ihn maßgeblich beeinflusst haben. 

Im Foyer werden zwei originale Briefe von Glenn Gould gezeigt (Sammlung Klaus Berge, Frankfurt am Main)

Projektleitung: Frankfurter Bürgerstiftung

Förderer: Dr. Marschner Stiftung

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