„Ich verstehe nichts von Kriegen! Lassen Sie mich fort!“<br>Der Beginn des Ersten Weltkrieges in Siegfried Kracauers Roman „Ginster“ (1928)<br>Grammophon-Lesung mit Jo van Nelsen

„Ich verstehe nichts von Kriegen! Lassen Sie mich fort!“
Der Beginn des Ersten Weltkrieges in Siegfried Kracauers Roman „Ginster“ (1928)
Grammophon-Lesung mit Jo van Nelsen
Am Donnerstag, 22. November 2018, 19.30 Uhr
Jo van Nelsen © Jan Kocovski

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Mit fast kabarettistischem Blick lässt Kracauer in seinem Roman den titelgebenden Anti-Helden Ginster auf die deutsche Gesellschaft des Jahres 1914 schauen, die sich zum Kampf rüstet. Da hagelt es große Sätze aus dem Munde kleiner Männer, und die Aufgeregtheit vor dem Neuen bricht in die fast biedermeierliche Behaglichkeit deutscher Wohnstuben ein.
Die teils stark autobiografischen Passagen aus Kracauers Erstlingsroman, die Jo van Nelsen für diesen eindrücklichen Abend ausgewählt hat, werden atmosphärisch verstärkt durch zeitgenössische Musik – und zwar direkt von Schellackplatten aus einem originalen Koffergrammophon! Knackige Märsche und gefühlvolle Männerchöre, die die Schönheit des deutschen Rheins besingen, treffen auf den Stil der „Neuen Sachlichkeit“, den Kracauers Roman so besonders reizvoll macht.
Ein akustisches Erlebnis der besonderen Art, das man nicht verpassen sollte!

Projektleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung

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