Holzhausenkonzerte – Streichquartetttage<br>Konzert mit dem TenHagen Quartett

Holzhausenkonzerte – Streichquartetttage
Konzert mit dem TenHagen Quartett
Am Freitag, 7. Dezember 2018, 19.30 Uhr
Tenhagenquartett © Dennis Riesenberg

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

(1813. Bürgerkonzert)


Kathrin ten Hagen Violine
Leonie ten Hagen Violine
Borge ten Hagen Viola
Malte ten Hagen Violoncello


Édouard Lalo (1823 – 1892)
Streichquartett Es-Dur op. 45
Ambroise Thomas (1811 – 1896)
Streichquartett e-Moll op. 1
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Streichquartett e-Moll op. 59 Nr. 2 „Rasumowsky“

Beethovens bahnbrechender Einfluss auf kammermusikalische Werke von Schubert bis Rihm ist unbestritten. Weniger bekannt ist die Inspiration, die seine Kompositionen auf romantische Streichquartette Frankreichs ausübten. In seinem Konzert stellt das TenHagen Quartett Beethovens op. 59.2 Werken von Thomas und Lalo gegenüber: Beide lassen auf originelle Weise Anklänge an Beethovens revolutionäre Rhythmik und sinfonische Dimension erkennen und verbinden diese mit französischer Finesse, Expressivität und Farbenreichtum.
Nicht nur die sakrale Ausdruckskraft des zweiten Satzes, sondern auch das schroffe Anfangsthema und die kontrapunktische Bearbeitung des Thème russe im dritten Satz riefen bei Beethovens Zeitgenossen gleichermaßen Bewunderung und Bestürzung hervor. Ambroise Thomas (1811-1896) liebte Beethovens Motivik, wie in den stürmischen Episoden seines Quartetts deutlich wird. Bereits während seiner Studien am Conservatoire de Paris gewann er den renommierten Prix de Rome, der ihm ein Studienjahr in Rom ermöglichte. Seine Bewunderung der italienischen Melodik wird in den bezaubernden Kantilenen seines Quartetts deutlich, so im walzerartigen Trio des zweiten Satzes und dem an Rossini erinnernden Andante.
Mit seinem Armingaud Quartett war Edouard Lalo (1823-1892) maßgeblich an der Verbreitung von Beethovens Quartetten in Frankreich beteiligt. Dies spiegelt sich auch in seinem eigenen Streichquartett wider, besonders im lebhaften Kopfsatz und im ungestümen Vivace. Das leidenschaftlich-virtuose Finale hebt die französisch-spanische Prägung hervor.

Projektleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung

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