Holzhausenkonzerte – klaviersolo<br>Konzertmatinee mit So-Jin Kim

Holzhausenkonzerte – klaviersolo
Konzertmatinee mit So-Jin Kim
Am Sonntag, 3. Februar 2019, 11.00 Uhr
So Jin Kim © Astrid Ackermann

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

(1816. Bürgerkonzert)

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)    

Klaviersonate Nr. 9 a-Moll KV 310 „ Pariser Sonate“

Claude Debussy (1862-1918)           

Estampes

Leoš Janáček (1854-1928)

Im Nebel (V Mlach)

Isaac Albéniz (1860-1909)

Iberia: 1. Buch

 

Wolfgang Amadeus Mozarts Klaviersonate Nr. 9 a-Moll KV 310 gehört zu einem Zyklus von drei Sonaten, die zwischen 1777 und 1778 im Verlauf einer längeren, von Mannheim nach Paris führenden Gastspielreise entstanden sind und die einen ruhigeren Charakter gegenüber den ersten sechs Sonaten haben. Die a-Moll-Sonate ist die erste von nur zwei Klaviersonaten, die Mozart in Moll schrieb. Sie ist die dunkelste seiner Klaviersonaten und wurde 1778 in Paris komponiert, nachdem seine Mutter Anna Maria Mozart, die ihn auf der Reise begleitet hatte, dort verstorben war. Der dreiteilige Zyklus "Estampes" von Claude Debussy (1903) veranschaulicht auf exemplarische Weise, wie Musik uns durch ihre Suggestivkraft in ferne Landschaften tragen kann. Die Pariser Weltausstellung von 1889 übte einen enormen Eindruck auf Debussy aus, besonders die japanischen Schlagwerkorchester (Gamelan) faszinierten ihn. Im ersten Stück der Estampes, "Pagodes" versucht er zum ersten Mal, diese fremden Klänge in seiner Musik einzufangen. Im zweiten Stück "La soirée dans Grenade" beschwört er die spanische Landschaft hervor; auf einem Habanera-Rhythmus basierend, hören wir die andalusische Melodie eines Flamenco, markante Gitarreneinwürfe, farbige Dur-Moll-Wechsel im Stile eines Tangos, und Klänge, die Kastagnetten imitieren. "Iberia" (1905-08) von Isaac Albéniz, ist eine Sammlung von zwölf Stücken für Klavier, mit dem Untertitel "Neue Impressionen". Albeniz, der ab 1893 in Frankreich lebte, beschwört darin die musikalische Landschaft seines Heimatlandes Spanien, insbesondere die seines geliebten Andalusiens. Claude Debussy schrieb über Albeniz` Klavierwerk: " Musik hat niemals zuvor eine solche Mannigfaltigkeit von Eindrücken und Farben hervorgezaubert. Vom Strom der Bilder geblendet, schließt man die Augen...". Der Klavierzyklus "Im Nebel" von Leos Janacek (1912) ist eines seiner wichtigsten Werke für Klavier. Janacek, der eine Theorie der "Sprachmelodie" entwickelt hatte, die die Musik aus der Umgangssprache ableitet, fand auf diese Weise eine einzigartige Stilistik, die ihn unverkennbar machte.

Projektleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Dr. Marschner Stiftung

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