Holzhausenkonzerte – Streichquartettfesttage<br>Konzert mit dem Quatuor Tchalik

Holzhausenkonzerte – Streichquartettfesttage
Konzert mit dem Quatuor Tchalik
Am Montag, 25. November 2019, 19.30 Uhr
Quatuor Tchalik

Gabriel Tchalik Violine
Louise Tchalik Violine
Sarah Tchalik Viola
Marc Tchalik Violoncello
 
Antonín Dvořák (1841-1904)

Streichquartett Nr. 13 G-Dur op. 106
Franz Schubert (1797-1828)
Streichquartett Nr. 15 G-Dur D 887
 
Das Tchalik Quartett ist dahingehend ungewöhnlich, dass es aus vier Geschwistern besteht. Aufgewachsen in einer russisch-französischen Familie, in der Musik eine wichtige Rolle spielt, musizierten sie seit frühester Kindheit zusammen. Dieser innige Kontakt mit Kammermusik hat den vier jungen Musikern erlaubt, einen natürlichen Stil, eine gemeinsame Atmung und eine außergewöhnliche künstlerische Symbiose zu entwickeln. Diese Qualitäten wurden beim ersten internationalen Wettbewerb anerkannt, an dem das Quartett teilnahm. Beim Internationalen Mozartwettbewerb 2018 in Salzburg gewann das Tchalik Quartett brillant den ersten Preis und den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Mozart Quartetts. Unterricht erhielt das Quartett von international bekannten Kammermusikern wie Jan Talich und Vladimír Bukač, (Quatuor Talich), Yovan Markovich (Quatuor Ysaye und Quatuor Danel), und Johannes Meissl (Artis Quartett). Sie traten 2016 an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid in die Klasse von Günter Pichler ein, einem Gründungsmitglied des Alban Berg Quartetts. Nicht zuletzt dank dieser hervorragenden Künstler, welche die verschiedenen europäischen Traditionen in der Musik widerspiegeln, konnten die Geschwister ihr großes klassisches und romantisches Repertoire entwickeln.
 
Dvoraks Quartett Opus 106 war von Anfang an eines unserer Lieblingswerke. Vielleicht, weil der kräftige slawische Romantizismus dieses Quartetts mit unserer französisch-russischen Abstammung resoniert. Sein 2. Satz hat uns mit seiner melancholischen und tiefen Schönheit immer bewegt.
 
Das letzte Quartett Schuberts ist auch eines der Werke, welches uns auf das Tiefste zu berühren vermag. Schubert hatte einen riesigen Einfluss auf die Generation der romantischen Komponisten, obwohl sein Publikum länger gebraucht hat, ihn zu verstehen, als seinen Zeitgenössischen. Im Jahr 1894 hat Dvorak dieses Phänomen in einem langen, dem Schöpfer des Erlkönigs gewidmeten Artikel, beschrieben. Er selbst kannte Schuberts Gesamtwerk sehr gut. Seiner Meinung nach sind «Schumann, Brahms und Liszt Schuberts Erben in ihrer Anwendung der Harmonie.» Schubert hat auch, mehr als seine Vorgänger, die Besonderheiten der Volksmusik in seine Musik einfließen lassen. Dadurch wurde er zum Vorreiter der romantischen Komponisten. Um wieder Dvorak zu zitieren: «Man findet in Schuberts Musik einen slawischen Charakter, das heißt eine markante Abfolge zwischen Dur und Moll in einer einzigen Periode, welche er als Erster in den Vordergrund der Musikkunst zu setzen wusste.» Dieser Dur-Moll-Wechsel, zwischen Licht und Schatten, ist typisch romantisch und ist ständig, sowohl in Schuberts Quartett D.887, als auch in Dvoraks Quartett Opus106, zu finden.

Projektleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Ernst Max von Grunelius-Stiftung

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Eintritt€ 17/€ 28/€ 34/€ 39
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