Holzhausenkonzerte – klaviersolo<br>250 Jahre Ludwig van Beethoven<br>Konzert mit Alexander Krichel

Holzhausenkonzerte – klaviersolo
250 Jahre Ludwig van Beethoven
Konzert mit Alexander Krichel
Am Donnerstag, 5. März 2020, 19.30 Uhr
Alexander Krichel © Erik Wieder

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Klaviersonate Nr. 17 d-Moll, op 31,2 ("Der Sturm“)
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Klaviersonate Nr. 26 Es-Dur. op. 81a („Les Adieux”)
*Pause*
Robert Schumann (1810-1856)
Symphonische Etüden cis-Moll op. 13


Sehr geehrtes Publikum,

ich freue mich sehr, Ihnen heute Abend ein Rezitalprogramm mit Kompositionen von Beethoven und Schumann zu präsentieren. Alle Werke des heutigen Abends begleiten mich seit langer Zeit - Beethovens „Sturm“-Sonate und auch die „Les Adieux“-Sonate spiele ich seit Teenagerjahren! Beide zeigen viele unterschiedliche Facetten von Beethoven: die vor allem für damalige Verhältnisse sehr hohe Virtuosität, die fast impressionistischen Recitativo-Stillstands-Momente und die für ihn genauso typischen überraschenden Stimmungswechsel. Die biographische Authentizität seiner Kompositionen zeigt sich heute Abend vor allem bei der „Les Adieux“-Sonate: Sie demonstriert die Wichtigkeit des Erzherzogs Rudolph für Beethoven, denn ihm ist die Sonate gewidmet und sie beschreibt seine Abreise: das Lebewohl (1. Satz), seine Abwesenheit (2. Satz) und das freudige Wiedersehen (3. Satz).

Ebenso wie die Beethoven-Sonaten sind auch die Symphonischen Etüden von Schumann ein Werk, das mich seit vielen Jahren begleitet. An solchen Kompositionen kann man sehr gut seine persönliche Entwicklung nachvollziehen. Außerdem haben die Symphonischen Etüden - genau wie die „Les Adieux“-Sonate - einen biographischen Hintergrund bei Schumann: das Thema der Etüden, die auch Variationen sind, stammt nämlich nicht von Schumann selbst, sondern vom Baron von Fricken - dem Vater der kurzzeitigen Verlobten von Schumann. Ein langsamer und trauriger Trauermarsch, der durch Schumann auf unterschiedlichste Art und Weise verändert und beleuchtet wird. Aus diesem Thema entwickelt sich einer der interessantesten und anspruchsvollsten Klavierzyklen überhaupt, der den Interpreten und das Publikum - teils ganz plötzlich und unerwartet, genau wie bei Beethoven - in unterschiedliche Stimmungen bringt und uns so immer tiefer in seinen Bann zieht. Erlöst wird man erst im Finale durch ein Thema von Heinrich Marschner, das uns in optimistischere und hellere Sphären bringt.

Ich freue mich sehr, mit Ihnen diese Reise zu machen und wünsche Ihnen viel Freude dabei.

- Ihr Alexander Krichel

 

„[…] so subtil und klar, so beredt und beseelt […] – Davon will man unbedingt mehr hören.“, fordert Lars von der Gönna in der WAZ, und Ingo Harden lobt Alexander Krichels Klavierspiel im Fono Forum als „voll und warm, seine Klangkultur [sei] aller Anerkennung wert“.

Sechs Alben hat der 1989 in Hamburg geborene Pianist bereits veröffentlicht, fünf davon bei Sony Classical. Ausgebildet in Hannover bei Vladimir Krainev und in London am Royal College of Music bei Dmitri Alexeev, wurde er 2013 bereits mit seiner Debüt-CD zum „Nachwuchskünstler des Jahres“ beim ECHO Klassik gekürt.

Seither ist Alexander Krichel sowohl auf dem nationalen als auch internationalen Podium zu Hause: Er gab Konzerte in der Philharmonie und im Konzerthaus Berlin, in der Elbphilharmonie Hamburg und der Laeiszhalle, im Herkulessaal und Prinzregententheater in München, in der Kölner Philharmonie, in der Tonhalle Zürich, in St. Martin in the Fields London und der St. Petersburger Philharmonie. Ebenso war er in New York City, Kapstadt, Tokio, Kyoto, Caracas, Mexico City, Oslo, Warschau, Bukarest und vielen weiteren Städten eingeladen. 

In der Saison 2019/20 kehrt Krichel für eine ausgedehnte Tournee nach Japan zurück, geht des Weiteren auf Tournee in China und gibt Konzerte mit der Staatskapelle Weimar, der Meininger Hofkapelle und den Essener Philharmonikern. Erneut wird er in der Elbphilharmonie Hamburg spielen, außerdem unter anderem im Beethovenhaus Bonn, im Holzhausenschlösschen Frankfurt und im Athenäum Bukarest. Mit Sopranistin Juliane Banse präsentiert er ein besonderes Projekt, Schuberts „Winterreise“ mit Tänzer (István Simon), in Deutschland, Spanien und Chile.

 

Eintritt € 15,- / 20,- / 25,- / 30,- / 35,-
Projektleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Dr. Marschner Stiftung

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