Frankfurter Streichquartettfestival - 250 Jahre Ludwig van Beethoven<br>Konzert mit dem Vogler Quartett

Frankfurter Streichquartettfestival - 250 Jahre Ludwig van Beethoven
Konzert mit dem Vogler Quartett
Am Donnerstag, 19. November 2020, 19.30 Uhr
Vogler Quartett © Özgür Albayrak
Evangelische Festeburgkirche (An der Wolfsweide 58, 60435 Frankfurt am Main)

„Zusammengefaßter, energischer, inniger habe ich noch keinen Künstler gesehen.“
(Johann Wolfgang von Goethe über Ludwig van Beethoven)

(1891. Bürgerkonzert)


Tim Vogler Violine
Frank Reinecke
Violine
Stefan Fehlandt
Viola
Stephan Forck
Violoncello

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Streichquartett Nr. 5 in A-Dur op. 18,5 
Finale op. 130
Streichquartett Nr. 13 in B-Dur op. 130 mit Großer Fuge op. 133

Individualität, die sich im Gemeinsamen entfaltet – hier liegt wohl das Geheimnis des Vogler Quartetts, das seit 1985 in unveränderter Besetzung weltweit konzertiert.

Den Beginn der Karriere bildet der Gewinn des Streichquartett-Wettbewerbs in Evian 1986, dem Konzerte in den europäischen Musikzentren sowie in Nordamerika, Japan, Australien und Neuseeland folgten.  Eigene Konzertreihen in Berlin und Neubrandenburg, die künstlerische Leitung zweier Kammermusikfestivals im irischen Sligo und in Homburg/ Saar, Meisterkurse sowie Professuren der Mitglieder in Frankfurt, Leipzig, Stuttgart und Berlin runden die vielfältigen Tätigkeitsbereiche ab. Die Diskographie umfasst mehr als 20 Einspielungen in Quartettbesetzung und erweiterten Formationen.

Das Streichquartett A-Dur op. 18,5 ist eine Hommage an W.A. Mozart. Es lehnt sich in Tonart, Satzfolge, Satzgattung und Satzbezeichnung an das A-Dur Quartett KV 464 an. Das bewusst konventionell gehaltene Menuett steht an zweiter Stelle, der dritte Satz ist ein Variationssatz mit einem kantablen Hauptthema. Bemerkenswert präsentiert sich die eher derbe und widerborstige fünfte Variation. Die Ecksätze bestechen durch sprudelnde Virtuosität und hellen Klangcharakter.

Die Uraufführung des Quartettes B-Dur op. 130 fand beim Publikum nur geteilte Zustimmung. Lediglich die Sätze zwei (Presto) und vier (alla danza tedesca) begeisterten das Publikum und mussten sofort wiederholt werden. Das ursprüngliche Finale, die sog. ‚Große Fuge‘ stieß auf einhellige Ablehnung bei den Musikern, dem Publikum und der Kritik, so dass der Verleger Artaria Beethoven bat, ein neues Finale zu komponieren. Das nachkomponierte heitere Rondo-Finale wurde ein halbes Jahr nach der Erstaufführung komponiert, es zählt zu Beethovens letzten Werken.

In der Wiener Erstausgabe des Quartetts op. 130 wurde die ‚Große Fuge‘ als Anhang mit der Opuszahl 133 sowie als Fassung für Klavier vierhändig (op. 134) veröffentlicht.

Auffällig ist die Sechssätzigkeit des Quartettes, berühmt geworden ist speziell die Cavatina, ein inniges Adagio molto espressivo mit der im Mittelteil besonderen Spielanweisung „beklemmt“ für die erste Violine. Ein zyklisches Grundmotiv mit zwei Halbtonschritten g-gis-f-e in mehreren Varianten (verwandt mit b-a-c-h) verbindet die drei dem Fürsten Galitzin gewidmeten Quartette op. 130, 131 und 132.

Eintritt € 30,-
Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung
Kooperationspartner: Evangelische Festburggemeinde

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